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November 28 2009
“ Twitter zugleich Fluch und Segen für Blogger— Twitter zugleich Fluch und Segen für Blogger - pressetext.austria
Zahl der Blog-Beiträge sinkt - Traffic steigt
<!-- copyrighttext -->Gezwitscher hat Blogosphäre dramatisch verändert (Foto: Twitter)<!-- end copyrighttext --> Wien (pte/28.11.2009/06:05) - <!-- LIVING AD - VIDEOADD CONTENT START //--> Twitter hat die Blogosphäre nachhaltig verändert. Mit dem rasanten Aufstieg des Microbloggingdienstes haben sich auch die Aktivitäten "klassischer" Blogger deutlich verschoben. Die Anzahl der Blogeinträge wurde weniger, dafür brachte Twitter den Blogs teils immense Zugriffssteigerungen. Auch jüngste Statistiken bestätigen, dass sich die Welt der Weblogs in den letzten drei Jahren dramatisch geändert hat.
Kurzbeiträge fallen weg
"Ich konnte bei mir selbst und anderen Bloggern feststellen, dass je stärker Twitter wurde, desto weniger 'Kurzmeldungen' verfasst wurden", sagt Luca Hammer, Blogger und CIO der Mehrblick OG http://mehrblick.at, im pressetext-Interview. Kleinere Geschichten aus dem Alltag, über die schnell einmal berichtet wurde, seien aus den Weblogs zu Twitter übersiedelt. Das habe sich auf die Menge der Blogbeiträge ausgewirkt.
"Zugleich bekommen jedoch analytische, längere Artikel nun mehr Platz und Aufmerksamkeit", so Hammer weiter. Das bestätigt auch eine kürzlich veröffentlichte Erhebung von Postrank http://www.postrank.com , wonach die Lebensdauer einzelner Blogposts gestiegen ist. 2007 wurden 94 Prozent der Leseraktivitäten zu einem Blogbeitrag noch innerhalb des ersten Tages verzeichnet. Derzeit liegt der Anteil am ersten Tag nach Erscheinen bei nur mehr 64 Prozent. Das bedeutet, dass heute 36 Prozent der Leserinteraktion (Engagement) erst nach den ersten 24 Stunden entstehen.
"Twitter löst das Bloggen keinesfalls ab, weltweit ist weiterhin ein Wachstum zu sehen. Was sich jedoch zeigt, ist, dass viele Nutzer seltener Beiträge schreiben und kurzgefasste Postings durch den Rost fallen", meint auch Branchenkenner Klaus Eck, Inhaber von Eck Kommunikationhttp://www.eck-kommunikation.de , im Gespräch mit pressetext. Qualität werde sich in Zukunft noch stärker durchsetzen. Mancher Blogger habe in einer ersten Euphorie wohl auch den Zeitaufwand, den das Betreuen eines Weblogs mit sich bringt, schlichtweg unterschätzt, glaubt Eck.
Verlust von Backlinks
Das Hauptproblem, das durch Twitter entstanden ist, sieht Hammer darin, dass es nun einen starken Verlust an Links gebe. "Hat man früher für gute Artikel viele Backlinks bekommen, so sind es heute Tweets. Das wirkt sich natürlich auf die Googlesuche und die meisten Blogrankings aus." Laut der Postrank-Analyse sind die sogenannten Trackbacks seit 2007 von 19 auf nur mehr drei Prozent gesunken, während die Auseinandersetzung mit Blogbeiträgen bzw. -themen in Social Networks von einem auf 29 Prozent zugelegt hat.
Hammer wünscht sich auch einen intensiveren Diskurs innerhalb der Blogosphäre zu dem Thema. "Ich erwarte mir keine schnellen Links, sondern Beiträge, die sich mit anderen auseinandersetzen und nicht nur die eigene Meinung beinhalten", so der Blogger gegenüber pressetext.
Twitter steigert Traffic
Die Popularität von Twitter hat den Bloggern zugleich auch einen großen Nutzen gebracht. Wer seine Beiträge über die Seite bewirbt, kann damit den Traffic im eigenen Blog deutlich steigern. "War es früher schwierig als unbekannter Blog in kurzer Zeit viele Besucher zu bekommen, kann es durch Twitter passieren, dass man innerhalb weniger Stunden mehrere Tausend Zugriffe bekommt", erklärt Hammer. Natürlich profitierten davon auch bekannte Blogs - je besser das eigene Twitter-Netzwerk sei, desto mehr Leser könne man anlocken.
Um die Zukunft der Blogosphäre muss sich niemand sorgen machen. Die Blogging-Zahlen steigen weiter, während die Seitenaufrufe direkt auf Twitter derzeit stagnieren (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/091123022/). Während Eck davon ausgeht, dass jedenfalls hierzulande noch viel Potenzial für Twitter offen ist, glaubt Hammer, dass "der Hype seinen Zenit überschritten hat und die Seite auf ein sinnvolles Maß schrumpfen wird". Die Zeit der Gesamtblogosphäre sei vorbei. "Die Blogs werden differenzierter. Es werden sich Subblogosphären bilden, die immer stärker werden", wirft Hammer einen Blick in die Zukunft. <!-- LIVING AD - VIDEOADD CONTENT END //--> (Ende)
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Aussender: pressetext.austria
Redakteur: Claudia Zettel
email: zettel@pressetext.com
Tel. +43-1-81140-314
October 03 2009
“— Gadget mit Flirtfaktor - Digitale Beziehungen - derStandard.at/WebDigitale Visitenkarte
Gadget mit Flirtfaktor
01. Oktober 2009, 12:07
Visitenkarten-Tausch mit Kuschelfaktor. War die Datenübertragung erfolgreich, blinken die Pokens grün
Luca Hammer hat mittlerweile etwa 150 Kontakte über seinen Poken bekommen. Er schätzt, dass österreichweit höchstens 200 Leute bereits einen besitzen würden
Hannes Offenbacher (links) und seine Kollegen stellten beim jüngsten Blogtail in Wien das neue Web2.0-Spielzeug vor
Luca Hammer (links) wurde von missionpoken.de angefragt, ob er den Vertrieb in Österreich übernehmen könne. "Wir kannten uns von einem BarCamp", erzählt Hammer
Nach 64 Kontakten ist der Poken voll. Dann muss man ihn per USB an seinen Computer anschließen und die Kontakte in sein Poken-Profil laden, wo sie gespeichert werden
Die niedliche Optik der Poken sei nicht business-tauglich, sagen Kritiker
”Sie sehen aus wie moderne Tamagotchis: Pokens. Die neueste Spielerei der Web2.0-Szene
Auf BarCamps und bei Twittagessen sind sie längst beliebte Maskottchen: Poken. Kleine, bunte Plastikfiguren mit einer überdimensionierten, weißen Hand. Sie baumeln um den Hals des internet-affinen Trägers und kaum trifft der auf seinesgleichen, wird es kuschlig. Denn dann halten beide ihre Pokens zusammen und diese leuchten auf: Die Datenübertragung per Funk war erfolgreich.
- Internet: mPAY24 - Die Online -Zahlungslösung
- erfolgreich: Bank Austria - Die Bank zum Erfolg
- Österreich: oder weltweit - ArmStrong Business Events
- Markt: Die wichtigsten Märkte nutzen. CMC Markets
- Werbung
Gerade haben zwei Menschen mit Hilfe dieser Gadgets ihre digitalen Visitenkarten ausgetauscht. Darauf sind nicht nur Name, Firma, Position, Telefonnummer und E-Mail-Adresse gespeichert, sondern die Web2.0-Identität des Besitzers: inklusive Blogdomain und Profile auf Xing, Linkedin, Facebook, Flickr, StudiVZ, Twitter, YouTube oder MySpace.
Die Daten sind sicher
"Aber keine Angst - was der andere sieht, bestimmt man selbst. Man kann vier verschiedene Visitenkarten speichern", erklärt der Tiroler Luca Hammer, Blogger der ersten Stunde und offizieller Vertriebspartner des deutschen Poken-Online-Shops missionpoken.de.
"Außerdem erhält der Empfänger nach dem Datenaustausch nicht automatisch Zugang zu all den Profilen. Denn man muss den Kontakt erst auf der Website des Herstellers bestätigen. Auf dem Poken selbst sind keine Daten gespeichert", betont Hammer.
Gemeinsam mit Hannes Offenbacher betreibt er das Netzwerk blögger.at und die Wiener Beratungsagentur BlogWerkstatt - die beiden kennen sich bestens aus in der heimischen Social-Media-Szene. Bei ihrem regelmäßigen Bloggertreffen in Wien, dem Blogtail, haben sie vor kurzem Poken unter die interessierten Besucher gebracht.
Keine Tipperei mehr
Die Vorteile des Poken haben auch die gleich überzeugt: "Wer tippt schon gerne nach einer Konferenz dutzende Visitenkarten ab, oder holt sich mühsam die Kontaktdaten aus dem Xing-Profil?", sagt Offenbacher. "Die Visitenkarten aus dem Poken kann ich ganz einfach exportieren und zum Beispiel im Mail-Programm verwalten", ergänzt Hammer.
Noch sei es - gerade in Österreich - mit den Pokens wie früher mit dem Fax, erklärt Offenbacher: "Weil sie so neu sind und kaum jemand einen hat, kann man seinen Poken nur selten einsetzen."
Mehrere Wochen sei er sehr offensichtlich mit seinem elektronischen Tierchen durch Wien gelaufen, erzählt Hammer. "Ich wurde zwar oft darauf angesprochen und manchmal wusste jemand sogar, was das ist. Aber außer auf BarCamps und Bloggertreffen habe ich nur einmal in der Straßenbahn Visitenkarten austauschen können."
Österreich, ein Zwergen-Markt?
Höchstens 200 "Early Adopters" in Österreich hätten bereits etwa 15 Euro in eines der Poken-Modelle investiert. Ob und vor allen Dingen wann sich die modernen Visitenkarten in Österreich durchsetzen werden, darüber scheiden sich die Geister.
Dass Österreich im Gegensatz zu Deutschland ein lächerlicher Markt sei, will Offenbacher nicht gelten lassen: "Die heimische Blogosphäre und die Social-Media-Szene wachsen täglich. Bei Facebook sind 'wir' mit einer Million Nutzern im Verhältnis ganz vorne dabei. Wir sind eben nur acht Millionen Leute", gibt er zu bedenken.
In Deutschland gäbe es viel größere Konferenzen, in weitaus kürzeren Abständen, argumentiert Hammer. "Da kommen zu einem BarCamp mehrere tausend Leute, wenn in Wien vielleicht ein paar hundert Besucher da sind." Doch auch hier sei ein Aufwärtstrend zu verzeichnen - das Potenzial für Poken sei jedenfalls gegeben.
Business-Poken nicht mehr so kindisch
Noch haben die kleinen Gadgets und auch das Konzept dahinter allerdings einige Kinderkrankheiten: Besonders die Verwaltung über die Poken-Website sei noch nicht optimal - der Schweizer Hersteller Poken S.A. arbeitet jedoch bereits an einer Programmierschnittstelle mit Facebook.
Und weil die Poken der ersten Generation als "zu kindisch" bemängelt wurden, kam nun vor kurzem auch der weitaus schlichtere Business-Poken auf den Markt. Der ist nicht mehr auf 64 Kontakte beschränkt und fungiert mit seinen zwei Gigabyte Flash-Speicher auch als USB-Stick.
Offenbacher hält davon nichts: "Das Design ist ein absoluter Fehler. Der sieht aus wie ein normaler USB-Stick. Wer spricht einen darauf schon an?" Der verspielte Charakter der Pokens sei genau das Richtige, um ins Gespräch zu kommen und mache das Tauschen der Visitenkarten zu einem Erlebnis - auch für Geschäftsmänner.
Poken als Flirthilfe?
Trotz aller Mängel glauben beide, dass das Konzept hinter Poken eine große Zukunft hat. Smartphones, mit denen man bereits jetzt digitale Visitenkarten austauschen könne, seien da keine Konkurrenz. "Ich war auf einer Konferenz und wollte meine Kontaktdaten weitergeben. Zuerst musste ich aber die passende Software herunterladen und installieren, weil die Übertragung zum anderen Gerät nicht funktionierte. Bis ich soweit war, ist mein Gesprächspartner schon wieder weitergezogen. Pokens dagegen sind einfach und schnell zu bedienen", findet Hammer.
Für die beiden Social-Media-Experten liegt das größte Potenzial der Pokens aber sowieso in der jungen Zielgruppe. Offenbacher ortet genau da Verbesserungsbedarf in der Marketing-Strategie: "Damit sollte man ganz gezielt in Schulen oder Unis gehen. Da sitzen hunderte Leute in der Vorlesung, die sich kennenlernen wollen und ihre unzähligen Profile austauschen - aber keine Visitenkarten dabei haben. Wo wäre ein Poken sinnvoller als dort?" Außerdem seien die Jungen nicht nur schnell von solchen Dingen zu begeistern - sie würden auch nur allzu gerne darüber reden.
Der Hersteller geht offensichtlich vorerst beide Märkte an - geschäftlich und privat. "Sie dürften durchaus auch an den Flirtfaktor beim Poken gedacht haben. Schließlich gibt es den Ghost-Modus", sagt Offenbacher und grinst. Drückt man zweimal auf seinen Poken, wird nämlich nur eine leere Visitenkarte weitergegeben. Was der Gesprächspartner dann enttäuscht feststellen muss, wenn er die Kontakte in sein Poken-Profil lädt. "Früher hat man halt einfach eine falsche Nummer angegeben", meint Hammer. Das war einmal. (Rebeccca Sandbichler/derStandard.at, 30.09.2009)
***
Poken-Erfinder Stéphane Doutriaux erklärte bei den Google Tech Talks im Jänner sehr ausführlich Funktion und Sinn der Pokens.
Termin
Der nächste Blogtail#8 findet am 22. Oktober statt. Informationen unter http://www.bloegger.at/Links:
Das Blog von Lucas Hammer
Das Blog von Hannes Offenbacher
Der Webauftritt der BlogWerkstatt
July 17 2009
“— Blogger vernetzen sich in der realen Weltvon Stefan Mey | 17.07.2009 | 15:51
”Blogger vernetzen sich in der realen Welt
Wer schreibt gratis, ohne Aussicht auf Werbeeinnahmen? Antwort: Selbständige, die ihre Arbeit lieben, sich schreibend als Experten positionieren. Als Lohn winken Aufträge.
<!--article right side start--> <!--flexmodule Right side start--><!--article fullbanner end--><!--article picture START--> <!--article picture ENDE--> <!--mehr zum Thema START--> <!--mehr zum Thema END--><!--flex right side START--><!--flex right side END--><!--flex right side advertisiment START--><!--flex right side advertisiment END--><!--flexmodule Right side done--> <!--article right side end-->Gute Blogger sind eine Spezies für sich: Am Puls der Zeit, äußerst kommunikativ, technikaffin und Meister im digitalen Vernetzen - in Facebook findet man sie ebenso wie bei Xing. Letzte Woche schalteten rund 60 Wiener Blogger die Computer aus, um sich zum „Blogtail" zu treffen: Über das Bloggen plaudern und dabei Cocktails trinken.
„Wir wollen Wissen anbieten und uns vernetzen", sagt Luca Hammer, Initiator des Events und Co-Gründer von „Blögger" - die österreichische Blogger-Plattform versteht sich als „Initiative zur Stärkung österreichsicher Mikromedien".
Die hiesige Blogger-Szene sei zwar klein, und es gibt kaum kommerziell erfolgreiche Modelle, während etwa in den USA Blogs wie „engadget" oder „gizmodo" salonfähig geworden sind. „Manche aus Österreich stammende Blogs werden aber auch einfach nicht als solche wahrgenommen", sagt Hammer. Der „Google Watch Blog" hat eine deutsche URL, kommt aber laut Impressum aus Wien.Die Gesprächsthemen sind vielfältig. Während einige ein neues Computerfreak-Spielzeug, das „Poken", testen (Testbericht morgen auf unserer IT Service-Seite), geht es ansonsten ums Bloggen: „Worüber schreibst du?" ist die naheliegende Einstiegsfrage in so manches Gespräch.
Auch Blogger brauchen eine klare Richtung, auf die sie sich festlegen; auch die Frequenz ist wichtig: Wer keine Regelmäßigkeit bieten kann, sollte es bleiben lassen. Ein anderes Thema: Die Monetarisierung. Denn Werbung im Netz ist auf Klicks ausgerichtet; mit den Nischenthemen erreichen die Blogger somit nichts. „Werbung bringt nur ein paar Cent, und die Site sieht dann unseriös aus", sagt Hammer. Alternative ist etwa das in der Schweiz populäre Angebot „Trigami", bei dem über Advertorials 50 bis 500 € verdient werden. Auch davon lässt sich aber nicht leben.
Die wahren Erträge liegen ganz wo anders: „Die Blogger können sich als Experten positionieren und so an Aufträge kommen", sagt Richard Jank, der als Wirtschaftsbund-Verantwortlicher für die Plattform b2bnetwork.at das Event finanzierte. Vor allem für Selbständige also ein tolles Tool.
“— Poken: Spielzeug zum sozialen Netzwerken - futurezone.ORF.atPoken: Spielzeug zum sozialen Netzwerken
Kategorie: WEB-2.0-GADGET16.07.2009|Erstellt um 06:00 UhrMit einem neuen Web-2.0-Spielzeug aus der Schweiz namens Poken lassen sich in der realen Welt digitale Visitenkarten mit Links zu Sozialen Netzwerken austauschen. Durch die auffälligen Figuren soll der Poken künftig neben Business-Anwendern auch junge, private Nutzer ansprechen. ORF.at sprach mit dem Schweizer Unternehmen über die Zukunft der neuen Visitenkarten.
Mit dem Poken brachte das Schweizer Start-up Poken S. A. aus Lausanne im Jänner 2009 ein Gadget auf den Markt, mit dem es einen ähnlichen Hype wie 1997 das Tamagotchi auslösen möchte. Das Plastikei entwickelte sich damals auf der ganzen Welt zum Kult.
In Österreich ist der Poken allerdings noch so bekannt wie in den frühen 1980er Jahren das Fax, lediglich geschätzte hundert "Early Adopters" der Social-Media-Branche besitzen einen. "Keiner hat damals ein Faxgerät gehabt, also hat man niemanden eines schicken können. Genauso ist das im Moment mit dem Poken", meint Luca Hammer, ein österreichischer Social-Media-Aktivist und Technikchef der BlogWerkstatt.
Am Donnerstag findet in Wien ab 19.00 Uhr die erste Poken-Veranstaltung in Österreich statt. Diese wird von Bloegger zusammen mit dem Wirtschaftsbund organisiert.
Link:
Schlüsselanhänger mit Mikrocontroller
Das könnte sich freilich bald ändern, da sich der Poken durchaus zum Sozialen Netzwerken in der realen Welt eignet und die Papiervisitenkarte überflüssig macht. Das derzeit in verschiedenen Farben und Charakteren erhältliche Gadget ist eine Art Schlüsselanhänger aus Plastik mit eingebautem Radiofrequenz-Funkchip, der mit anderen Poken kommunizieren kann, sobald man die Geräte nah zueinander hält.
"Die Mikrocontroller haben jeweils eine Hardware-ID, die verschlüsselt ausgetauscht wird, wenn zwei Personen ihre Geräte zusammenführen," erklärt Ayman van Bregt, der für die Akquise bei Poken zuständig ist, gegenüber ORF.at. Es wird dabei keine Information über den Nutzer am Poken selbst gespeichert, der Datenschutz bleibt somit aufrecht. Bei erfolgreicher Kommunikation der beiden Poken, die binnen weniger Sekunden erfolgt, leuchtet ein grünes Licht auf.
Die GeishaDie BieneDer AlienDigitale Visitenkarte mit Sozialen Netzwerken
Der Nutzer muss den Poken zuerst via USB an den Computer anschließen und sich anschließend auf der Website von Poken einloggen, um auf die per Chip ausgetauschten Kontakte zugreifen zu können. Sobald der Nutzer eingeloggt ist, werden ihm automatisch die neuen Kontakte angezeigt, die entweder angenommen oder abgelehnt werden können.
Die digitale Visitenkarte zeigt unter anderem die Links zu diversen Profilen in Sozialen Netzwerken an. Wenn man nicht jedem neuen Kontakt gleich sein privates Facebook-Profil offenbaren möchte, kann man mit dem Poken auch ein zweite Visitenkarte, die weniger Informationen enthält, oder eine "Ghostcard" ohne jegliche Informationen anlegen. Diese lässt sich per doppelten Knopfdruck am Poken aktivieren und man hat 30 Sekunden Zeit, um die zwei Poken zusammenzuführen.
"Wir wollen das innere Kind in einem ansprechen"
"Dieses System ist noch verbesserungswürdig. Auch die Website ist derzeit noch etwas kompliziert zu bedienen und die Figuren sind zwar witzig, wirken aber nicht gerade seriös. Da könnte man noch einiges ändern", meint Hammer, der Poken bereits getestet hat und regelmäßig verwendet. Warum das junge Unternehmen allerdings zuerst auf lustige Charaktere wie Bienen, Vampire und Geishas statt auf neutrale Business-Poken setzt, liegt auf der Hand: "Über diese Designs spricht man. Aber wir wollen damit auch das Kind ansprechen, das im Inneren jedes Erwachsenen schlummert", erzählt Van Bregt.
Business-Poken mit USB-Speicher
Für die nahe Zukunft plant das Schweizer Start-up die Einführung von weniger verspielt aussehenden Business-Poken, die zusätzlich als zwei Gigabyte USB-Stick nutzbar und nicht mehr auf 64 Kontakte limitiert sein werden. "Im Business-Bereich ergibt so ein Poken wirklich Sinn. Da kann er etwa auch zum Start eines Gesprächs verwendet werden", gibt sich Andreas Klinger, der sich seit Jahren mit Internet-Trends beschäftigt, überzeugt.
Auch Hammer glaubt, dass sich der Poken vor allem bei Firmen-Events und Konferenzen durchsetzen könnte. "Ob der Poken den Sprung in den Massenmarkt schafft, würde ich derzeit eher bezweifeln." Van Bregt will sich im Gespräch mit ORF.at nicht auf die rein berufliche Nutzung von Poken festlegen: "Wir versuchen es jetzt erst einmal in beiden Feldern."
Die Entwicklung des Pokens dauerte etwa ein Jahr. Die Idee stammt vom in der Schweiz lebenden Kanadier und Unternehmensgründer Stephane Doutriaux, der den ersten Prototypen selbst konstruierte.
Die Poken werden laut Van Bregt auf jedem Kontinent der Welt vertrieben, in Japan und den Niederlanden sind sie bereits besonders beliebt, so der Hersteller.
Programmierschnittstelle geplant
Das Unternehmen meldete auf seine proprietäre Technologie bereits ein Patent an. Van Bregt wollte dazu allerdings gegenüber ORF.at keine weiteren Auskünfte erteilen. Poken möchte sich allerdings anderen Entwicklern gegenüber - zumindest teilweise - öffnen. Eine Programmierschnittstelle (API) befindet sich derzeit in der Betatestphase.
Mit dieser wäre es in Zukunft etwa möglich, dass sich Nutzer direkt über Facebook Connect einloggen könnten und dazu nicht mehr die Poken-Website benutzen müssten.
Da Soziale Netzwerke wie Facebook aber jederzeit ihre Nutzungsbestimmungen ändern können, versucht man bei Poken gerade, eine Lösung zu finden, wie man mit den sensiblen Daten der Poken-Nutzer umgehen kann, ohne diese zu verärgern oder die eigenen Nutzungsbedingungen zu verletzen. "Wir sind derzeit noch auf der Suche nach einer Lösung, die legal ist und sowohl die kommerziellen Interessen als auch die Anliegen der Nutzer beinhaltet", so Van Bregt.
Das Schweizer Unternehmen Poken S. A. wurde erst im Dezember 2008 offiziell gegründet. Derzeit arbeiten 25 Mitarbeiter in zwei Büros für die Firma. Neben Lausanne in der Schweiz gibt es auch noch ein Büro in San Franicsco, USA. Letzten Freitag gewann des Unternehmen die Trophäe für das beste "Real World Device" bei den Techcrunch Europe Awards.
Links:
Auch ein Poken-Hub sei geplant, der etwa in Konferenzzentren implementiert werden könnte, erzählt Van Bregt. "Wenn man seinen Poken beim Reingehen an den Hub hält, könnte etwa per Twitter eine Nachricht verschickt werden, dass man gerade das Konferenzzentrum betreten hat", erklärt Van Bregt und ergänzt den Ansatz: "Auch Verlosungen unter den Poken-Besitzern wären auf diesem Weg möglich."
Smartphone-Anwendungen als Konkurrenz?
Nicht alle Social-Media-Experten aus Österreich sind von einem dauerhaften Erfolg des Poken überzeugt: "Diese Funktion gehört eigentlich ins Mobiltelefon, das sollte ein Kernfeature von jedem Smartphone sein", meint Klinger, der auch auf die iPhone-Anwendung Bump verweist, mit der sich digitale Visitenkarten über zwei iPhones austauschen lassen.
Die Verbindung von zwei iPhones erfolgt, wenn man die Hände mit den darin befindlichen Geräten zusammenstößt. Dazu wird eine aktive Verbindung mit dem Internet benötigt, da die iPhone-Daten dabei zum Bump-Server geschickt werden. Die Anwendung soll auch für Android und BlackBerry-Geräte veröffentlicht werden. "In spätestens einem Jahr gibt es sicherlich einen gemeinsamen Standard oder eine Anwendung, die weit verbreitet sein wird", meint Klinger.
"Ja, seit es Bluetooth gibt, tauschen Leute digitale Business-Cards aus", bestätigt Van Bregt, "Es gibt auch andere Anwendungen und Technologien, aber da sind die Barrieren für viele Anwender oft zu groß. Wir versuchen, mit dem Poken auch den menschlichen Faktor miteinzubeziehen", so Van Bregt von Poken.
(futurezone/Barbara Wimmer)
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Wien
(pte/28.11.2009/06:05) -
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Twitter hat die Blogosphäre nachhaltig verändert. Mit dem rasanten Aufstieg des Microbloggingdienstes haben sich auch die Aktivitäten "klassischer" Blogger deutlich verschoben. Die Anzahl der Blogeinträge wurde weniger, dafür brachte Twitter den Blogs teils immense Zugriffssteigerungen. Auch jüngste Statistiken bestätigen, dass sich die Welt der Weblogs in den letzten drei Jahren dramatisch geändert hat. 

















